KovoHo war mutig!

 

Das habe ich Euch ja noch gar nicht erzählt! 

Wisst ihr, was die Marion mit mir gemacht hat?

Der Tag begann so schön. Die Sonne schien und ich saß gemütlich im Hochstuhl im Wohnzimmer. Am Fenster beobachtete ich eine Biene. Auf unserem Balkon stehen viele bienenfreundliche Blumen und es macht einfach Spaß, zu beobachten, was so alles angelockt wird. Ich kann nicht nur Bienen beobachten, sondern auch Wespen und Schmetterlinge. Manchmal auch eine Spinne, die gemütlich am Lavendel hängt.

Ich saß da so und träumte, als Marion plötzlich meinte: 

„Da fällt mir was ein! Ich muss ja noch ein Foto von dir machen!“

Kein Problem! Ich sehe ja gut aus und lasse mich gerne fotografieren. Oft müssen wir ja dann mit dem Auto fahren und darauf freue ich mich immer besonders. Ich dachte darüber nach, welche Aktion gerade hinter uns lag. Die letzte große Aktion war vor den Ferien. Ach ja, die Bienen. Marion und Annette hatten Bastelanleitungen für Bienen verteilt. Die Senioren hatten Spaß und einige schickten per WhatsApp auch Fotos von ihren Ergebnissen. Es wurde alleine gebastelt, oder mit den Enkelkindern. Die Bienen wurden in die Fenster gehangen, in die Küche oder bekamen den Namen „Emma“. Ihr wisst! Emma! BVB 09! Ein Rätsel gab es auch wieder zu lösen. Die Kids hatten auch das Thema Bienen. Sie bastelten Bienen und schrieben kleine Grüße. Die Bienengrüße wurden in Briefumschläge gepackt und bei Frau Berger abgegeben. Post für die Bewohner der „Hastener Altenhilfe“. Auch sie bekamen ein kleines Rätsel und den Text von „Summ,summ,summ“. Kennt Ihr das Lied?

Die Kids bastelten, während des Ferienprogramms, auch aus Konservendosen Insektenhäuser.

Nun aber zum Foto! 

Könnt Ihr erkennen, auf was ich sitze? Guckt mal ganz genau hin!

Richtig, ich sitze auf einem Bienenstock. Marion setzte mich also ins Auto und wir fuhren zum Kremenholl. Dort wohnt ein Imker und dieser hatte Marion erlaubt, dass sie ein Foto von mir auf einem Bienenstock machen durfte und das machte sie mit viel Freude. Klar, sie musste sich der Gefahr ja auch nicht aussetzen. Sie stand mutig, weit vom Bienenstock, entfernt und freute sich über die vielen Bienen. 20 Bienenstöcke standen dort. Könnt ihr euch vorstellen, wie viele Bienen dort leben? Mir surrten die Bienen um die Ohren! Ich hatte vielleicht eine Angst! Obwohl, der Johannes total nett zu mir war. Er nahm mich auf den Arm und suchte für das Foto ein schönes Plätzchen für mich. Mal so am Rande- ich glaub, ich muss mal was an meiner Nase machen. Warum? Fast jeder der mich sieht, kneift mir erstmal in die Nase. Johannes auch, aber er durfte es auch. Immerhin wäre er ja mein Retter in der Not gewesen. Stellt Euch mal vor, eine Biene hätte mich gestochen! In die Nase! Aua!

Naja, es ist ja nochmal gut gegangen, aber ich hoffe, dass Marion nicht noch mehr solche komischen Ideen hat. Vielleicht findet sie morgen Ameisen toll und dann?

 

So, das wollte ich Euch nur kurz erzählen!

Bleibt gesund und munter!

 

Liebe Grüße!

Euer KovoHo

 

KovoHo lernt nähen! 

Oder vielleicht auch nicht? 

 

 

Hallöchen, da bin ich wieder! 

Wir haben ja wirklich lange nichts mehr voneinander gehört. 

Nun sind die Ferien vorbei. 

Ja, Urlaub auf Balkonien war angesagt. Dort war es echt schön. Sonne, Vögel, Blumen……. 

Wir haben aber nicht nur Urlaub gemacht. Marion hat ein Ferienprogramm für die Kids angeboten. Mensch habe ich gelacht. Marion…… Nein, stopp, ich sollte ganz am Anfang anfangen. Also, Sasa und Marion hatten die Idee, einen Näh-Workshop für unsere Mädels anzubieten. Sie wollten mit den Mädels aus alten Sachen etwas Neues nähen. Marion schrieb also ihre Mädels an und erzählte ihnen von der Idee. Sie staunte, als sich 8 Mädels meldeten, dass sie gerne mitmachen möchten. Da kam das erste Problem auf: Woher die ganzen Nähmaschinen nehmen? Also wurde nachgefragt, wer den beiden eine Nähmaschine ausleihen könnte. Wisst ihr was? Es klappte! Acht Nähmaschinen und 8 Mädels gingen an den Start. Aus der Kleiderstube wurden Sachen geholt und der Spaß begann. Zunächst machten die Mädels einen Nähmaschinen Führerschein. Da gab es eine Menge zu lachen. Die Mädels gaben Gas und die Maschinen gingen ganz schön ab. Aus einer geraden Naht, wurde ein großer Bogen quer über das Übungsblatt. Ich dachte nur, hoffentlich haben die Mädels bis zu ihrem Autoführerschein, mehr Gefühl im Fuß. 

Auf jeden Fall, mit der Zeit machten die Mädels sich mit der Maschine vertraut und jedes Mädel nähte sich eine Handytasche. Am ersten Tag gingen sie ziemlich zufrieden nach Hause. Sasa tat mir etwas leid. Ich weiß nicht, wie oft sie an dem Nachmittag gerufen wurde bzw. immer wieder helfen musste. 

Tapfer überlegte sie, wie sie den nächsten Tag gestalten konnte. Ja, der 2. Workshop Tag lief an. Sasa wollte mit den Kids aus Hemden, Jeanshosen und Blusen, Rucksäcke nähen. Zur Marion sagte sie: heute nähst du auch mit! Ich musste so grinsen, weil Marion damit gar nicht gerechnet hatte. Die Kids grinsten auch und freuten sich. Man kann Marion ja gut eine Schere oder eine Stichsäge in die Hand geben, aber eine Nähmaschine? Eifrig legten die Mädels los und hatten Marion immer mit im Blick, damit sie sich nicht drücken konnte. Jetzt muss ich mal petzen. Ich habe sie erwischt! Eine Naht ihres Rucksacks ließ sie von Aylin nähen. Ich muss aber auch zugeben, sie hat es wirklich hingekriegt. Die Mädels nähten bis jeder einen Rucksack in der Hand hielt. Es waren schöne Rucksäcke. So wurde wirklich aus einer Jeans, oder einem Oberhemd, oder aus einem einfachen Stück Stoff etwas Neues. Es war ein sehr schöner Workshop und alle gingen stolz und zufrieden nach Hause. In den Herbstferien folgt ein 2. Workshop. Ich freue mich jetzt schon darauf! 

 

Liebe Grüße 

KovoHo 

 

Vielleicht hat ja noch jemand eine alte Nähmaschine im Keller stehen, die wir uns ausleihen könnten. Sie dürfen sich gerne bei uns melden! 

KovoHo und Pfingsten

 

Hallo, da bin ich wieder!

Pfingsten! Ja, Pfingsten liegt schon gut eine Woche hinter uns. Pfingsten erzählt vom Heiligen Geist. Marion erzählte mir eine kleine Geschichte am Pfingstsonntag. Sie musste grinsen, als sie das Wort „Heiliger Geist“ morgens im Radio hörte.

Vor einigen Jahren saß Marion, mit ihrem vierjährigen Neffen auf dem Schoß, in der Stadtkirche zum Gottesdienst. Der kleine Mann war sehr aufgeregt und ständig kamen ein paar Fragen über seine Lippen: “ Was ist das?“ „Und das?“ 

Geduldig erklärte Marion ihrem Neffen in kurzen Worten die Fenster, die Orgel, den Altar….. Als plötzlich die Orgel zu spielen begann, stand von dem kleinen Mann der Mund still, aber seine Augen und Ohren weit offen. Nach dem Orgelvorspiel trat der Pfarrer nach vor den Altar und begann mit den Worten: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“ Nun wurden die Augen noch größer von Marions Neffen und er sagte leise: „Geist? Tante Ma, gibt es hier Gespenster?“ Von Links und Rechts kam ein leises Lachen und jemand sagte: “Ja, Tante Ma, das erklär jetzt mal!“

 

Ja. Pfingsten! Vor Pfingsten machte Marion sich wieder auf den Weg. Ich durfte mit. Im Auto wartete der Kindersitz auf mich. Inzwischen ist es mir egal, wenn ich da rein muss. Hauptsache, ich darf mit. Die Fahrt begann und ich wusste nicht wohin es ging. Wo wollte sie nur hin? Den Weg kannte ich noch nicht. Wir fuhren in ein Parkhaus und Marion sagte nur kurz: “Ich bin gleich zurück!“ Dazu kann ich nur sagen, unter dem Wort „gleich“ verstehe ich etwas anderes.

Nach einer Weile kam sie zurück und neben mir auf dem Sitz landeten ein paar Kopien. Ich streckte mich mal, aber ich konnte nichts erkennen. Das war wieder einmal was für meine Neugierde. Wir fuhren und fuhren und letztendlich hielten wir vor einer schönen großen Kirche. Marion stieg aus, öffnete meine Tür, ich bekam eine Mund-Nasen Maske auf und wir gingen los. Vor einem Haus, an dem „ Johannes-Schmiesing Haus“ geschrieben stand, öffnete Marion die Tür und wir gingen in einen großen Raum. Ach wie schön. In dem Raum saß Annette. Sie schien schon auf uns zu warten. Dann begannen die beiden viele Briefumschläge mit einem Gemeinde Rätsel, einer Andacht und einem lustigen Brief von Rosie zu füllen. In einem Karton waren viele eingepackte „Tauben- Plätzchen“. Ich hatte mich die Tage zuvor schon gewundert, warum es so lecker nach frisch gebackenen Plätzchen bei uns roch. War denn schon Weihnachten? Nein, es war eine Überraschung für unsere Senioren aus der Gemeinde. 

Ja, Annette verteilte die Briefe wieder auf dem Hasten und Heike und Marion liefen über den Honsberg bzw. Kremenholl. Ich bin gespannt, ob mich mal jemand mit auf solch einen Spaziergang nimmt?!

Ach, beinahe hätte ich es vergessen. Annette war so lieb und schloss uns noch die Tür zur Kirche auf. Marion machte ein Foto von mir. Wie ihr sehen könnt! Ja, auch die Taube ist dort zu sehen. Das Symbol für die Kraft Gottes, die in uns und um uns wirkt. 

Denke ich an das Gemeinde Rätsel, so kann ich nur sagen, hier in der Gemeinde hat die Kraft Gottes schon sehr viel bewirkt. Viele schöne Gruppenangebote, Gottesdienste, Gemeinschaft.  Ich fühle mich in dieser Gemeinde sehr wohl.

Euch wünsche ich, dass ihr diese Kraft Gottes auch spürt und sie euch im Glauben und in eurem Leben stärkt und begleitet.

 

Liebe Grüße

Euer KovoHo 

 

Ich habe da noch was für Euch. In der „Pfingst-Post“ wurde gefragt, ob jemand Lust hat, über seine Pfingst-Tradition zu schreiben. Eine Geschichte kam bei uns an.

 

Seit über 50 Jahren – eine Tradition zu Pfingsten

 

Meine Pfingstgeschichte ist eigentlich die Geschichte meines Vaters und hat ihren Ursprung in Russland. Dort war mein Vater bis Ende 1949 in Kriegsgefangenschaft. Bei allen schweren Erfahrungen in dieser Zeit sind dort auch 2 Freundschaften entstanden, die noch lange nach der Gefangenschaft gepflegt wurden. Ein Kriegskamerad kam aus Linz in Österreich und wir haben ihn und seine Familie einige Male getroffen.

Der andere Kamerad wohnte in Düsseldorf und aufgrund der räumlichen Nähe gab es hier in den 50er Jahren regelmäßigen Kontakt, auch dann noch als beide verheiratet waren und jeweils eine Tochter bekamen. Die Tochter des Kriegskameraden ist gut zwei Jahre älter als ich, sodass es mit uns Kindern auch ganz gut passte. Wir nannten die jeweils anderen Eltern Tante und Onkel – das war damals so üblich bei guten Freunden.

Dann kam der schwere Schlag, dass der Kamerad in Düsseldorf Mitte der 60er Jahre verstarb – an den Spätfolgen der Gefangenschaft. Von da an haben meine Eltern die Witwe und ihre Tochter immer zu Pfingsten eine Woche eingeladen. Wir hatten damals noch eine ganze Woche Pfingstferien. Später wurde daraus ein langes Wochenende. Und im Spätsommer gab es dann den Gegenbesuch in Düsseldorf, meist an einem Sonntag.

Als wir Töchter erwachsen wurden und mit anderen Dingen beschäftigt waren *, haben wir nicht mehr am ganzen Pfingstwochenende teilgenommen, sondern nur noch sporadisch an einzelnen Tagen, aber auch noch, als wir selbst schon eigene Familien gegründet hatten. 

Die Witwe hatte dann später über 20 Jahre lang einen neuen Lebensgefährten in Dinslaken, der ganz selbstverständlich an den Pfingstbesuchen hier in Remscheid teilnahm und im Gegenzug meine Eltern im Sommer für ein Wochenende nach Dinslaken einlud.

Seit meine Mutter nicht mehr lebt und ein paar Jahre später auch der Lebensgefährte verstarb, waren wir Töchter wieder stärker in die Organisation der Besuche eingebunden. Aber die Tradition blieb: Pfingsten ein Wochenende in Remscheid und im Spätsommer dann wieder ein Tagesbesuch in Düsseldorf.

In den letzten Jahren wurde aus dem Pfingstwochenende in Remscheid dann auch „nur noch“ ein Tagesbesuch. Und dieses Jahr musste das Treffen an Pfingsten leider ganz ausfallen. Das hatte nicht nur mit Corona zu tun, sondern auch mit der Tatsache, dass sowohl mein Vater mit seinen 94 Jahren als auch die „Nenntante“ mit Ende 80 einige gesundheitliche Probleme haben.

Bis auf ganz wenige Ausnahmen, bei denen der Pfingstbesuch aus terminlichen Gründen auf ein anderes Wochenende verschoben werden musste, kenne ich es nicht anders als dass die „Düsseldorfer“ Pfingsten hier sind.  

Was für eine schöne Tradition! Ich werde das immer mit Pfingsten verbinden und erinnern.

 

* Mit Pfingsten verbinde ich noch eine andere prägende Erinnerung: Von Ende der 70er Jahre bis Mitte 80er Jahre habe ich im Team für die Stadtkirchengemeinde jedes Jahr das Pfingstzeltlager für Jungscharkinder geleitet. Da gab es auch viele Erlebnisse. Aber, wie Michael Ende gesagt hätte: „Das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden“…

                                                                                                                        M. Schilling

Jeder fängt mal klein an - so wie wir. Aus einer gemeinsamen Vision haben wir zusammen Schritt für Schritt etwas Großes gemacht. Darauf sind wir stolz.

KovoHo - und die Seifenblasen
 
Halli! Hallo!
Die Sonne tut mir richtig gut!
Ach übrigens, meine Beobachtung war richtig.
Angelika und Klaus machten sich wieder auf dem Weg, um unseren Senioren und Seniorinnen ein Päckchen zu bringen. Gleichzeitig machte Marion sich auf den Weg und brachte den Jungscharkindern auch ein Päckchen. Komisch, sonst bekamen die Senioren und die Kinder unterschiedliche Päckchen, aber diesmal bekamen sie die gleichen. Ich war ganz schön neugierig, was sich wohl in den Päckchen befand. Marion schwieg und erzählte mir rein gar nichts. Wie gemein! Sie weiß doch wie neugierig ich bin. Nach ein paar Tagen lüftete sie dann ihr Geheimnis. Ich freute mich riesig, da sie mich wieder einmal mit zur „Mäusebande“ nahm. Dort angekommen setzte sie mich auf die Wiese ins Gras. Ich schob vielleicht eine Panik. So habe ich doch Angst vor Spinnen. Es dauerte aber nicht lange, da kam Marion mit einem Frosch in der Hand zurück. Es war natürlich kein lebendiger Frosch, sondern so ein komisches Plastikteil. Sie stellte den Frosch neben mir ins Gras und bediente einen Knopf. Hui, war das lustig! Ganz viele Seifenblasen flogen in die Luft und schimmerten in vielen bunten Farben. Sie glänzten in der Sonne. Und dann, nah endlich, lüftete Marion ihr Geheimnis. Seifen blasen, wer mag sie nicht? Kleine wie Große haben ihren Spaß damit und aus dem Grund bekamen diesmal die Senioren und Kinder das gleiche Päckchen. Oft verbindet man Seifenblasen mit Wünsche, die man in den Himmel schickt und so sollte es heute sein. Nur, dass keine Wünsche, sondern kleine Gebete in den Himmel geschickt werden sollten. In den einzelnen Päckchen befand sich auch ein Brief, in dem folgendes stand:
„Liebe Kleine und Große Leserinnen!
Wir befinden uns in einer Zeit, in der wir Abstand halten müssen.
Unsere Treffen sind verschwunden und wir merken, dass uns so manches fehlt.
Jetzt kommt das große ABER!
 
Wir dürfen auf den Balkon! Wir dürfen auf die Terrasse! Wir dürfen ans offene Fenster!
Lasst uns das gemeinsam tun!
Hier kommt unsere Verabredung:  Samstag, 09. Mai, um 17:00Uhr!
 
Vielleicht entdecken wir bei dieser Verabredung einen Nachbarn am Fenster, auf dem Balkon oder auf der Terrasse.
Gemeinsam werden wir kleine Gebete in den Himmel schicken und darauf vertrauen, dass Gott bei uns ist.“
 
Tolle Idee!
Und nun standen wir vor der „Mäusebande“ und die Aktion begann. Ich war ganz schön aufgeregt, aber leider durfte ich nicht mit. Es war zu warm und Marion setzte mich in die kühlen Räume der „Mäusebande“. Sie versprach mir aber, dass sie mir später alles erzählen würde.
Ich konnte aus dem Fenster der „Mäusebande“ schauen und was passierte plötzlich da? Auf der Wiese standen Kinder. Ich kannte sie, sie wohnen direkt an der „Mäusebande“. Jedes Kind hatte Seifenblasen in der Hand und war fleißig am Pusten. Auf einem Balkon stand eine Dame, die kannte ich auch. Sie kommt immer zur „Fröhlichen Frauenrunde“. Gemeinsam hatten sie ihren Spaß! Ich sah auch Annette, die den Weg runterkam.
Später erzählte Marion mir, dass sie und Annette durch die Straßen gegangen sind und nach den Seifenblasen Ausschau hielten. Sie sahen auch einige.
Den Frosch hatten die beiden auch dabei und sobald sie jemanden auf dem Balkon erblickten, machten sie die Seifenblasenmaschine an. So wurden sie direkt entdeckt. Es wurde sich zugewunken und auch ein bisschen geplaudert. Eine Dame war so in ihre Seifenblasen vertieft, dass sie Annette und Marion gar nicht wahr nahm. Marion kletterte einfach über den Zaun und rief und winkte, bis die Dame die beiden erblickte. Aber nicht nur Annette und Marion waren unterwegs. Vom Honsberg starteten Heike und Nicole. Auch sie hatten Seifenblasen dabei und hielten Ausschau nach weiteren Seifenblasen. Es war ein schöner Tag. Auch, wenn sie sich nur aus der Ferne sehen konnten, waren 
sich alle doch ganz nah.
Als Annette und Marion ein paar Tage später einem Ehepaar zur Goldhochzeit gratulierten, nahm der „Bräutigam“ seine Seifenblasen in die Hand und meinte: „Ich schicke für euch ein Gebet zum Himmel“. Das Ehepaar stand auf dem Balkon und Annette und Marion unten auf der Wiese. Die Blasen schwebten gemütlich davon.
Dann sagte der „Bräutigam“ zu den beiden:
„Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn!“.
Und das wünsche ich Euch allen auch!
Seid behütet!
Euer KovoHo
 


KovoHo- hat viel erlebt!

 

In der letzten Zeit war ganz schön viel los.         

Ja, einen Mundschutz muss ich jetzt auch tragen. 

Wie gut, dass Marion mich nicht so oft mit nach draußen nimmt. 

Unter dem Ding kriege ich kaum Luft und verstehen kann ich auch kaum jemanden. Ich möchte aber nicht meckern. Es ist ja zu unserem Schutz.

Es hat sehr viel Spaß gemacht, zu beobachten, was in den letzten Tagen alles geplant und durchgeführt wurde. Ich hatte euch ja schon erzählt, dass an der Mäusebande eine Schlange aus Steinen wachsen sollte. Mensch, waren die Kinder fleißig. Sie malten Steine an und machten sich dann auf den Weg zur Mäusebande. Marion zeigte mir ein Foto auf dem klein Leni zu sehen war. 

Sie wird erst 2 Jahre alt, aber einen Stein hat sie auch angemalt. 

Wie süß, die meiste Farbe war auf dem Tisch verteilt oder in ihrem Gesicht. Einfach süß! Die Schlange ist schon ziemlich lang. Wer Langeweile hat, kann sich ja mal auf den Weg zur Mäusebande machen. Dort hängt auch noch der Kummerkasten. In den Kummerkasten können Sorgen und Ängste in Form eines Briefes geworfen werden. Die Sorgen und Ängste nehmen Annette und Marion mit ins Gebet auf. Am Briefkasten hängen auch Gebete zum Mitnehmen. Gebete, die Trost und Mut machen sollen. 

Als Marion die Tage vom Einkauf nach Hause kam, stellte ich mir die Frage: 

„War Tee im Angebot?“ Sie hatte drei Päckchen Tee gekauft. Der Tee trug den „Namen“: „Hol dir Kraft!“ Tolle Motivation. Werde ich von einer Tasse Tee wirklich kräftiger? Nein, aber vielleicht von der Ruhe, wenn ich mir die Zeit nehme und ihn gemütlich trinke. Für mich hat eine Tasse Tee schon was Beruhigendes. Ich kann dann gut meine Gedanken mal abschalten oder auch sortieren. Hat Marion so viel nachzudenken, dass sie direkt 3 Päckchen Tee braucht? Nein, das glaub ich nicht! Der Tee war auch nicht im Angebot. 

Meine Neugierde wuchs. Warum „hol dir Kraft“ Tee? Es dauerte eine Weile, aber dann durchschaute ich die Tee-Aktion. In den letzten Tagen hörte Marion immer häufiger, dass einige Damen langsam keine Lust mehr hatten, ständig zu lesen. Auch Langeweile machte sich langsam breit.  Die Sehnsucht, endlich mal wieder Freunde und Familie um sich zu haben, wuchs. 

Marion setzte sich an den PC und dann ging es los. Sie gestaltete einen neuen Brief. Suchte nach Bibelworte, telefonierte mit Annette, schaute nach Rätsel, lustigen Witzen usw. Kennt ihr den schon? 

Kellner:

„Wollen sie ihren Kaffee schwarz?“

Gast:

„Welche Farben haben sie noch?“

 

Ha! Ha! Ha! 

So entstand ein kleiner Gute-Laune-Brief, bei einer Tasse „hol dir Kraft“ Tee. Alles wurde in Briefumschläge gesteckt. Einige Briefe wurden verschickt, andere vor Ort in den Briefkasten geworfen. 

Die Kinder hatten auch noch ihren Spaß. Per Post bekamen sie den Ablauf einer kleinen „Familien Olympiade“ zugeschickt. Eine Bastelanleitung und Material für einen Orden, ein Spielplan und eine Punktetabelle. Manchmal finde ich ein Handy ja echt nervig, aber wenn dann die Fotos von den Kindern kommen, dann ist ein Handy richtig schön. Strahlende Kinder waren zu sehen und der gebastelte Orden, hing ihnen um den Hals.

Ja, so vergehen die Tage, anders als wir sie gewohnt sind. Ideen sind noch einige auf „Lager“ und nächste Woche geht es weiter. Ich sehe da schon gepackte Päckchen und kleine gehäufte Briefumschlag-Berge liegen. Ich habe auch mitbekommen, dass Marion schon mit Angelika und Klaus geschrieben hat, die sich wieder auf den Weg machen möchten, um die Päckchen zu verteilen. Mehr verrate ich jetzt aber nicht. 

So, jetzt werde ich mal ein Päuschen einlegen. 

Und denkt dran: Ihr seid nicht allein!

 

Der HERR aber, der selber vor euch hergeht, 

der wird mit dir sein und wird die Hand nicht abtun 

und dich nicht verlassen. 

Fürchte dich nicht und erschrick nicht!

5. Mose 31,8

 

Bleibt gesund!

Euer KovoHo

 

 

 

 

KovoHo- im Badeurlaub 

 

                                                 

Hallo, da bin ich wieder. Wir haben uns ja lange nicht gesehen. 

In den letzten Tagen habe ich sehr viel erlebt. Und wisst ihr was? Ich war im Badeurlaub. Ja, bei euch ist es ja einfach. Ihr geht einfach duschen, oder legt euch der Länge nach in die Badewanne. Bei uns Puppen ist das etwas anders, aber auch viel lustiger. Marion sagte zu mir: „So, mein Lieber, gleich geht es in den Badeurlaub!“ Ich wusste nicht, was sie meinte, aber Sorgen musste ich mir auch nicht machen. Eine Weile später schellte es und Heike stand in der Tür. 

Sie nahm mich auf den Arm und sagte zu mir: “KovoHo, bist du bereit? 

Dann geht es jetzt los!“ Marion sah etwas traurig aus, als sie die Tür schloss. Wurden wir etwa getrennt. Hoffentlich nicht lange. Bei Heike musste ich im Auto nicht in den Kindersitz. Ich wurde zwar angeschnallt, aber durfte neben ihr sitzen. 

Zu Hause, bei Heike angekommen, gingen wir in den Keller. Erst dachte ich, was ist das denn für eine Maschine. Sir war weiß und besaß ein großes Fenster, welches offen stand. Heike setzte mich hinein, streichelte mich und schloss die Tür. Voll cool! Total bequem! Ich konnte Heike durch die Scheibe sehen und 

sie winkte mir ganz lieb. Dann, plötzlich bewegte sich alles. Hui, war das schön. Hin und her! Hin und her! Plötzlich kam Wasser in mein „Karussell“. Ich bekam einen nassen Po, aber das war mir egal. Und dann ging die Post ab. Mein „Karussell“ drehte sich immer schneller. Zwischendurch blieb es stehen. Zum Glück, so lief das Wasser erstmal aus meinen Ohren und meiner Nase. Es machte wirklich Spaß!  Das Wasser kam und verschwand wieder! Ich drehte mich mal links rum und dann mal rechts rum! Manchmal legte mein „Karussell“ den Turbogang ein. Nach einer Weile blieb mein Karussell stehen und ich erblickte Heike. Sie machte die Tür auf, nahm mich auf den Arm und meinte: „Siehst du toll aus!“ Wir setzten uns auf ihre Terrasse. Heike nahm eine Bürste und kämmte mit viel Geduld mein Haar. Manchmal ziepte es ganz schön, aber ich stand meinen Mann. Dann kam der Höhepunkt, meines Badeurlaubes. Heike klappte für mich eine Sonnenliege aus und legte mich behutsam darauf. Ich glaube, ihr Menschen nennt das Ding auch Wäscheständer. Die Sonne schien, ich streckte alle viere von mir, schloss die Augen und genoss die Ruhe. Die Vögel zwitscherten und mir ging es richtig gut. Manchmal bekam ich Besuch. Dann stand Leo vor mir, miaute und ging wieder. Urlaub machen ist wirklich schön. Ihr wisst gar nicht, was ihr Tolles verpasst, nur weil ihr Menschen seid und nicht in das „Karussell“ passt. 

Heike brachte mich nach meinem Sonnenbad wieder zur Marion. Sie freute sich und meinte auch, wie toll ich aussehen würde. Ihr dürft mich nicht verraten, als ich Marion sah dachte ich: „Hoffentlich machen bald die Friseure wieder auf.“ Wir sehen uns, was die Haare angeht, langsam sehr ähnlich. Die Kinder in der Jungschar sagen das auch immer. 

Ja, ich war wieder zu Hause. Noch nicht ganz trocken hinter den Ohren, aber das war nicht schlimm. Ich wurde in den Kinderstuhl gesetzt und an die offene Balkontür gestellt. Ich beobachtete die Vögel und lauschte, wie Marion mit ihren Damen aus der Gemeinde telefonierete. Es wurde viel gelacht, aber auch tröstende Worte fielen. 

Ja, meine Lieben. Ich hoffe es geht euch gut!? Es gibt noch viel zu erzählen, aber zunächst sage ich: 

 

Lasst es Euch gut gehen! 

Euer  KovoHo 


KovoHo- und das Gebet


 

Heute hatte ich einen sehr schönen Tag. In den letzten Tagen konnte ich beobachten, dass Annette und Marion sich entweder eine Mail schickten, oder auch mal telefonierten. Es ging um Gebete. Gebete, die Annette ausgesucht und zur Marion geschickt hatte. Gebete, die irgendwie an einen Briefkasten sollten. In meinem Kopf waren ein paar Fragezeichen, aber Annette und Marion waren beschäftigt und tauschten ihre Gedanken immer wieder einmal aus. Dann plötzlich fing Marion an, noch eine andere Sache vorzubereiten. Diesmal ging es um eine Schlange. Natürlich keine echte, sondern um eine Schlange aus Steinen. Ich saß gemütlich in meinem Sessel und blickte immer mal zum Schreibtisch. Hin und wieder sprach Marion mit mir. Sie las mir Gebete vor, die sie von Annette bekam, brachte sie per Computer in Form und schmückte sie mit schönen Bildern. Irgendwann druckte sie die Gebete auf buntes Papier aus. Sie landeten in ihrem Korb. Dazu kamen ein paar Steine, die sie die Tage mal mit nach Hause gebracht hatte. Ich spürte es, sie war mit ihren Gedanken irgendwo unterwegs.  Immer, wenn sie ihren Korb packt, ist sie Minuten später unterwegs. So kam es auch und zu meiner Freude, ich durfte mal wieder mit. Wir gingen in den Lindenhof. Dort packte sie noch Farben, die Heißklebepistole und große Umschläge in ihren Korb. Große Umschläge verraten immer, dass sie wieder Post für die Jungscharkinder hat. Ja, klar, in den Umschlägen war Bastelmaterial für eine Spinne, die an der Wand hoch krabbelt, wenn an zwei Fäden gezogen wird. Vor Ostern meinte sie mal zu mir: „KovoHo, weißt du was? Vor der Corona-Krise sind mir die Kids manchmal ganz schön auf die Nerven gegangen. Sie haben immer Spinne gespielt. Ein Kind war die Spinne und die anderen Kinder haben in den höchsten Tönen geschrien.“ Jetzt fehlte ihr das Geschrei und sie kam auf die Idee, den Kindern Bastelmaterial für eine Spinne zu schicken.

Oh, jetzt bin ich etwas abgewichen. Nachdem Marion alles gepackt hatte, fuhren wir in die Mäusebande. Dort fing sie an, die Gebete zu laminieren, die Steine anzumalen, Fäden zu schneiden, Schilder zu gestalten. Sie ging mit Wasser und Schwamm zum Briefkasten, den sie gründlich reinigte. Dann nahm sie alles mit nach draußen. Mich setzte sie auf den Boden in die Sonne. Ach war das schön! So warm! So leise! So schön alles zu beobachten! Nachdem der Briefkasten fertig war, verstand ich, was Annette und Marion vorhatten. Aus dem Briefkasten wurde ein Kummerkasten, indem die Großen und Kleinen Sparziergänger ihre Sorgen, Ängste und ihren Kummer in Form eines Briefes werfen dürfen. Diese Gedanken werden dann mit in die Fürbitte aufgenommen. Am Briefkasten hängen nun auch Gebete. Die sollen Trost und Mut bringen und wer möchte, der darf sich ein Gebet abschneiden und mit nach Hause nehmen. Und die Steine? Ja, wer möchte, der darf auch einen Stein anmalen und zu Marions Steinen legen. Mal schauen, wie die Schlange in der Corona Zeit wächst. Nachdem Marion fertig war, ließ sie mich noch vor der Tür auf der Bank sitzen. Sie ging aufräumen. Als sie fertig war, setzte sie sich zu mir. Wir saßen in der Sonne und schwiegen uns an. Wisst ihr was? Auch mir fehlen manchmal die Worte für ein Gebet. Beten ist nicht immer leicht. Daher finde ich die Idee total super. Den Kummer aufschreiben und weitergeben. Jemand betet für mich. Ich bin nicht allein. Was ich aber oft vergesse, jeder von uns trägt ein Gebet, was alles beinhaltet in sich, weil wir es irgendwann mal mit auf den Weg bekommen haben und ein Platz in unserem Herzen hat. Dieses Gebet sprach ich leise für mich, in der Sonne auf der Bank:

Vater unser im Himmel,
 geheiligt werde dein Name.
 Dein Reich komme.
 Dein Wille geschehe,
 wie im Himmel so auf Erden.
 Unser tägliches Brot gib uns heute.
 Und vergib uns unsere Schuld,
 wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
 Und führe uns nicht in Versuchung,
 sondern erlöse uns von dem Bösen.
 Denn dein ist das Reich und die Kraft
 und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
 Amen.

 

Seid Behütet und sonnige Grüße! 

Vielleicht habt Ihr ja mal Lust, einen Spaziergang zur Mäusebande zu machen.

Euer KovoHo

KovoHo und die Schafherde

 



Wer kennt ihn nicht?

Psalm 23 ist der Psalm, der uns sagt, was Gott für uns sein möchte.

Ein gute Hirte!

Ein Psalm Davids.

Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. 

 Er weidet mich auf grüner Aue 

und führet mich zum frischen Wasser. 

Er erquicket meine Seele; 

er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. 

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, 

fürchte ich kein Unglück; 

denn du bist bei mir, 

dein Stecken und dein Stab trösten mich. 

Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. 

Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. 

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,

 und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar. 

 

Heike rief an und war total begeistert. Sie hatte in Ronsdorf auf einer Wiese eine riesen Schafherde entdeckt. Marion ließ sich von ihrer Begeisterung anstecken. Die beiden verabredeten sich für den Nachmittag. Wann haben wir heute noch die Chance eine Schafherde zu sehen? Marion erzählte mir, dass sie früher oft eine sehen konnte. Einmal im Jahr zog ein Hirte mit seiner Herde durch ihren Heimatort.  Sie freute sich total und meinte dann zu mir: Weißt du was KovoHo, du kommst heute mit! Sie nahm ihren Rucksack und packte mich hinein. Es war zwar etwas eng, aber egal. Ich wollte die Schafherde auch unbedingt sehen.

Wir machten also einen Ausflug nach Ronsdorf. Mit mir im Rucksack, Fotoapparat um den Hals, machte Marion sich auf den Weg. Als wir ankamen, stand Heike schon dort. Wir suchten uns eine Bank und beobachteten die Herde. Das einzige was komisch war, Heike und Marion saßen jeweils an einem Ende der Bank. Abstand halten! 

Ich durfte in der Mitte sitzen. Mensch, war das ein Geblöke. So laut, aber total schön anzusehen. Die Herde wurde von den Hirtenhunden zusammengepfercht. Die Hunde hatten ihre Schafe ganz schön im Griff. Ein Hund stand etwas abseits, wollte wohl den „großen Macker“ rauskehren. Er bellte wie wild. Der Hirte maßregelte ihn und der Hund war sofort still. Es war so schön, die Herde zu beobachten. Der andere Hirtenhund lief immer um die Herde herum. Mensch hatte der eine Arbeit.

Es waren viele Jungtiere dabei. Die hatten natürlich keine Lust, immer an der gleichen Stelle stehen zu bleiben. Sobald sie sich von der Herde entfernten, kam der Hund, bellte sie an und sie gingen direkt zurück zur Herde. Heike meinte, dass sie in der Herde, viel von Psalm 23 erkennen würde. Vor uns stand ein sichtbarer Psalm.

Der Hirte stand total ruhig bei seiner Herde. Täglich wechselte er die Wiese, damit die Schafe immer saftiges Gras hatten. Und kamen einzelne Schafe von der Herde ab, so wurden sie vom Hirtenhund wieder auf den richtigen Weg gebracht. Alles sah total entspannt aus. Ich glaube, die Schafe waren glücklich und zufrieden. Dieses Gefühl spiegelte sich in uns wieder. Wir blieben eine ganze Zeit da. Mal stand Heike zum Fotografieren auf und dann Marion. Wir saßen einfach da und genossen den Blick der Herde. Abends fuhr Heike nochmal zur Herde und schickte uns Fotos. Die Herde hatte sich auf der nächsten Wiese verteilt. Die Hunde hatten viel zu tun, aber der Hirte stand ruhig, gestützt auf seinem Hirtenstock in der Abendsonne und beobachtete seine Herde.

Liebe LeserInnen, Psalm 23 sagt viel über die Beziehung zwischen Gott und uns Menschen aus. Das Psalm Wort möchte uns Zuversicht, Hoffnung, Freude und Vertrauen schenken.

Gott ist unser Hirte, der uns auf saftige Auen und zum frischen Wasser führt, der bei uns ist, wenn wir durch ein dunkles Tal gehen, der uns tröstet und mit seiner fürsorglichen Liebe bei uns ist.

Ich wünsche euch ein gesegnetes Osterfest!

Liebe Grüße und seid behütet!

Euer KovoHo 

KovoHo bei den „Kleinen Künstlern“

von Marion Kruse

 

 

Halli! Hallo!

Wie schon erzählt, nach der „Fröhlichen Frauenrunde“ ging es noch nicht nach Hause. Nachdem Marion aufgeräumt hatte, stellte sie kleine Kisten auf den Tisch. Außerdem holte sie vom Schrank Malpapier und legte dieses auch auf die Tische. Mensch, was hatte sie denn jetzt wieder vor? Sie ging aus dem Raum und ließ mich einfach allein zurück. Ich hörte nur, dass sie nebenan im Raum irgendetwas vorbereitete. Nur was? Das war die Frage! Gegen 16:00 Uhr kamen ein paar Kinder. Sie waren sehr schüchtern. So kenne ich die Kinder gar nicht. Eher wild und lustig. 

Alle setzten sich auf die gemütlichen Sofas und dann fingen sie an zu spielen. Kreisspiele nennt man das! Glaube ich! Die Kinder hatten Spaß. Was auffällig war, es waren alles Spiele, die etwas damit zu tun hatten, dass die Kinder etwas erkennen und ganz genau hinsehen mussten. Eine Geschichte wurde ihnen auch noch vorgelesen. Sie handelte von einem Mädchen, welches von phantasievollen Dingen geträumt hatte. Plötzlich nahm Marion ein Stück Papier. Darauf malte sie Wellen, Ecken und Striche. Die Kinder wurden gefragt, was sie daraus malen würden. Einfach toll! Die Kinder ließen ihrer Phantasie freien Lauf und erzählten ihre „Träume“. Nachdem jeder mit erzählen fertig war, gingen sie nebenan in den Raum. Dort nahm jeder seine Kiste, in der sich verschiedene Malutensilien befanden und die Kinder fingen an zu malen. Aus den Wellen, Ecken und Strichen entstanden sehr schöne Bilder. Es war „Mucks Mäuschen“ still im Raum. Nur leise Musik war zu hören. Als die Kinder mit ihren Bildern fertig waren, gingen sie wieder zurück in den Sofa-Raum. Dort stellten sie ihre Bilder vor. Nachdem noch ein Spiel gespielt wurde, ginge alle nach Hause.

Ja, alle gingen nach Hause! Wir fuhren auch nach Hause. Mein Platz war, wie auf der Hinfahrt, der Kindersitz. Jetzt war es mir aber egal. Es war ja zu meiner Sicherheit. Der Tag war ganz schön anstrengend, aber auch sehr schön. Hoffentlich darf ich nochmal mit. 

 

Liebe Grüße!

Euer KovoHo

KovoHo auf dem Weg zur „Fröhlichen Frauenrunde“
von Marion Kruse

 

Ja, ihr seht richtig. Wehe jemand lacht!

 

Nach dem Frühstückstreff machte Marion eine kurze Pause. 

Naja, eine Pause war es nicht wirklich. Wir gingen zu ihr. Mich setzte sie in ihren tollen Sessel im Arbeitszimmer und sie setzte sich an den Schreibtisch. Was sie dort tat, das weiß ich nicht. Ich war vom Frühstückstreff so müde, dass ich ein Nickerchen hielt. 

 

Die Uhr zeigte 13:00 Uhr, als Marion zu mir sagte:

„KovoHo, wir müssen jetzt los!“ 

 

Wir gingen zu ihrem Auto und dann passierte es. Sie machte die Tür auf und meinte: 

„So alter Mann, du kommst jetzt in den Kindersitz. Wir fahren zum Kremenholl!“

 

Ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie ich in dem Sitz saß.

Als wir in der Mäusebande ankamen, waren schon ein paar Damen da und deckten die Tische und kochten Kaffee. 

Wie lecker das roch. Mmmmmm! 

Nach und nach kamen noch einige Damen dazu. Zu Beginn wurde gesungen und Neuigkeiten ausgetauscht. 

Danach tranken die Damen erst einmal einen Kaffee und aßen ein Stück Kuchen. 

Die Stimmung war richtig gut. 

Ich konnte alles super beobachten, da Marion mich auf einen Stuhl am Anfang der Tischreihe gesetzt hatte. 

Einige Damen lächelten mich auch mal an. 

Nachdem der Kaffee getrunken und der Kuchen aufgegessen war, wies Marion auf ein paar Dinge in der Tischmitte hin. Dort standen nämlich Puderzucker, Streusel, Zitrone, Zuckerfiguren, leere Schälchen und Löffel. Sie meinte, dass das heutige Thema: „Kirmesmusikanten“ hieß. Von den Damen wollte sie dann wissen (ganz schön neugierig), an was sie denken würden, wenn sie das Wort „Kirmes“ hören? Bald kamen die Damen auf das Lebkuchenherz. 

Jede Dame bekam ein Lebkuchenherz und durfte es mit Zuckergruß und Streusel dekorieren. Mensch, hatten die einen Spaß!

Danach wurde viel gesungen. Zunächst stellte Marion ein Rätsel, oder Rosie erzählte einen passenden Witz zum Lied. Es wurde gelacht, geschunkelt und sogar zum Ententanz getanzt. Es war ein super Nachmittag. Als die Damen glücklich nach Hause gegangen waren, dachte ich mir: So, ab nach Hause in meinen Schaukelstuhl, 

Nur, der Tag war noch nicht zu Ende. Davon erzähle ich euch in meiner nächsten Geschichte.

 

Liebe Grüße!

Euer KovoHo
(Mein Bild siehe unten!)


KovoHo beim „Frühstückstreff“

 

von Marion Kruse, 27.3.2020

 

Hallo, da bin ich wieder. 

Heute möchte ich von meinem ersten Besuch beim „Frühstückstreff“ erzählen. 

Es ist schon ein paar Wochen her. Ich schlummerte noch so vor mich hin. Naja, ich könnte jetzt auch zugeben, dass ich noch tief und fest am schlafen war.  

Es war „erst“ 7:30 Uhr, als ich die Glastür im Flur, ins Schloss fallen hörte. 

Von dem Knall der Tür wurde ich aus dem Schlaf gerissen. 

Plötzlich ging die Tür auf und Marion kam ins Zimmer. Erst dachte ich: Hat die sich vertan? Es ist doch noch soooo früh! Nein, sie hatte sich nicht vertan. Sie öffnete die Balkontür und ließ erst einmal frische Luft in unsere Küche. Dann erblickte sie mich im Schaukelstuhl und wünschte mir einen „Guten Morgen!“. Direkt verließ sie den Raum und öffnete den „Jungscharraum“. Als sie zu mir zurückkam, nahm sie mich samt Schaukelstuhl und meinte: „So, KovoHo, du bekommst heute einen ganz besonderen Platz. Einen Platz, von dem du nachher alles genau beobachten kannst.“ Im „Jungscharraum“ stellte sie mich auf einen kleinen Tisch und machte mich ganz schön neugierig. Ich hörte noch 2x die Tür, aber keiner kam zu mir. Alle gingen in die Küche. Echt toll! Ich war doch so neugierig auf das, was dort passierte. Plötzlich kam Marion zurück und deckte den Tisch. Naja, nicht einen, sondern vier Tische. In der Küche wurde sich unterhalten und gelacht. Gegen 9:00 Uhr betraten ein paar Damen meinen Raum und setzten sich an die Tische. Ach du Schreck, es wurden immer mehr Menschen und es wurde immer mehr geredet und gelacht. Ich wusste gar nicht, in welche Richtung ich meine neugierigen Ohren als erstes halten sollte. Dann betrat meine Kollegin Annette den Raum. An den Tischen wurde es ruhiger und Annette fing an zu erzählen. Als das Wort „fake News“ fiel, meinte eine ältere Dame, dass Annette ihr das Wort mal erklären sollte. 

Annette erzählte lange und ganz viel über „fake News“, also über Nachrichten, die nicht wirklich wahr waren und las dann noch eine Geschichte vor. Mensch, die Geschichte fand ich klasse. Die Geschichte hieß: Die drei Siebe. Wenn ihr Zeit habt, dann müsst ihr die mal lesen. Mich hat sie sehr nachdenklich gemacht und ich glaube, ich werde mal ein bisschen an mir arbeiten. Als Annette fertig war, standen nach und nach die Leute von ihren Plätzen auf und gingen. Das war aber eine kurze Veranstaltung dachte ich mir. Einige, die an mir vorbei gingen, grüßten mich, kniffen mir in die Nase, oder zerzausten mein Haar. Plötzlich begriff ich die Situation. Die gingen gar nicht nach Hause, sondern in die Küche und holten sich ein leckeres Frühstück. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was so alles an mir vorbei getragen wurde. Einfach lecker!  Nun wurde gegessen und gequatscht! Entschuldigung: Es wurde sich unterhalten. Dann kam der tolle Moment. Marion stand von ihrem Platz auf, nahm mich auf den Arm und ich durfte mit am Tisch sitzen. Sogar ein Stück Kuchen bekam ich. Es war eine sehr nette Runde und ich erfuhr so einige Neuigkeiten. Irgendwann saßen nur noch ein paar Leute an unserem Tisch. Die anderen waren schon satt und zufrieden nach Hause gegangen. Erst dachte ich mir: „Haben die denn kein zu Hause?“ Die Antwort bekam ich, als alle gemeinsam vom Tisch aufstanden. Es musste ja noch aufgeräumt werden. Ich hatte Glück und wurde zurück in meinen Schaukelstuhl gesetzt. Gemütlich lehnte ich mich zurück und schloss ein wenig die Augen, aber mit der Ruhe war es bald vorbei. Davon erzähle ich euch später. 

Liebe Grüße! 

EuerKovoho 



Ein Geschenk für KovoHo
24.3.2020


Ich habe die Nacht nicht so gut geschlafen, weil ich sooooo neugierig war.
Wie kam wohl die Aktion mit den „Frühlings-Grüßen“ in der Gemeinde an?
Nun sitze ich bei Marion im Arbeitszimmer. Ja, genau, in ihrem Sessel.
Sie hat mir alles erzählt. Sasa und Marion hatten sich gestern ins Auto gesetzt und sind über den Honsberg gefahren.
Wie überreicht man ein Geschenk, ohne auf einen Menschen zuzugehen?
Wie kommt man in ein Haus, ohne in Kontakt treten zu müssen?
Es hat alles wunderbar geklappt!
Marion hat mir erzählt, dass sie einige Tüten einfach vor die Tür gestellt hat und dann weggelaufen ist. Früher nannte man das „Klingelmäuschen“ spielen. Hier ging es aber um etwas Gutes und nicht um einen Kinderstreich.
So sind die Tüten gut und sicher angekommen. Manchmal wurde Marion auch erwischt, aber belohnt wurde ihr Verhalten mit einem Lächeln, oder ihr wurde zugewunken.
Bei einigen musste sie schellen. Sie hat einfach gewartet bis die Tür geöffnet wurde und hat dann gesagt: Tür zu, ich komme! Die Person wurde gebeten ein paar Schritte nach hinten zu gehen, die Tüte wurde auf die Fußmatte gestellt, dann ging Marion selbst ein paar Schritte zurück und die nun durfte die Tüte in Empfang genommen werden. Clever oder?
Es war wohl zunächst eine sehr komische Situation, aber die Damen und Herren freuten sich über den Besuch und waren überrascht, dass sie ein Geschenk bekamen. Es waren aber auch einige dabei, die von ihrer Angst erzählten
und so entstanden einige Treppenhaus Gespräche und die Verabredung, in den nächsten Tagen mal zu telefonieren.
Einige waren so dankbar,
dass sie abends noch anriefen oder eine WhatApp schickten.
Nachdem der Honsberg gut mit „Frühlings-Grüße“ abgedeckt war, fuhr Marion mit einer Kiste zum Hasten. Dort stellte sie ihrer lieben Kollegin Annette die Kiste vor die Tür. Wie gut, dass es das Handy gibt. Schnell schrieb sie Annette eine WhatsApp, dass sie ihr eine Kiste mit „Frühlings-Grüßen“ vor die Tür gestellt hatte. Nach kurzer Zeit machte sich Annette auf den Weg und verteilte den „Frühling“ auf dem Hasten. Ich sehe förmlich die vielen lächelnden Gesichter. Nachdem der Honsberg und der Hasten ihre „Frühlings-Grüße“ hatten, ging der Dauerlauf im Kremenholl weiter. Das muss richtig lustig gewesen sein. Nicole setzte sich hinter das Steuer. Heike und Marion waren die Läuferinnen. Autotür auf! Autotür zu! Mensch, hat der Kremenholl viele Eingänge, mit sehr vielen Stufen. Die Uhr zeigte 19:00 Uhr, als alle zufrieden nach Hause fuhren und einen ruhigen Abend genossen.
Ja, liebe Leute, dass war eine schöne Idee. Mal sehen, was als Nächstes an Ideen kommt. Ich wünsche euch trotz Corona eine schöne Zeit. Bleibt gesund!
Liebe Grüße!
Euer KovoHo
 


Tür zu, ich komme...
Neues von KovoHo

Oh nein! Ich hatte mich schon gewundert, warum Marion die letzten Tage nicht in den Lindenhof gekommen war. 

Jetzt weiß ich es. Corona! 

Sie war damit beschäftigt, allen Gruppen  in der Gemeinde abzusagen. 

Wie schrecklich!

Heute stand sie aber plötzlich in der Tür. Bepackt mit allem möglichen „Kram“. Sie kam auch nicht alleine. Es dauerte eine Weile, bis ich den Namen der Frau heraus bekam von der Marion begleitet wurde. Sie hieß Sasa. 

Beide setzten sich an den Tisch, hielten Abstand und legten los. 

Irgendwie durchschaute ich nicht sofort, was die beiden vorhatten. Dann fiel von Marion folgender Satz: „Tür zu, ich komme!“ 

Sasa und Marion planten also ein Projekt. Sasa fing an Blumen dzu falten. Auf den Blumenblättern standen Fragen zum Thema „Frühling“. Auf der Rückseite jedes Blütenblattes stand die Lösung. Ich muss schon sagen, ganz schön clevere Idee. Marion faltete kleine Briefumschläge und klebte die Seiten zusammen. Mensch, die Sasa hatte vielleicht ein Tempo drauf. Marion hatte gerade mal die Hälfte ihrer Umschläge gefalten und zusammengeklebt, da war Sasa mit ihren Blumen schon fertig. Die Blumen wurden dann auf eine Papiertüte geklebt und auf die Rückseite ein Liedtext. Kennt ihr „Morgenlicht leuchtet….“? Einfach schön das Lied. Marion war inzwischen dabei, ihre kleinen Briefumschläge mit Blumensamen zu füllen und zuzukleben. Mensch, was hatten die beiden bloß vor? So ganz hatte ich die Aktion noch nicht durchschaut. Ich beschlauschte Sasa und Marion sehr angestrengt, aber es gab einfach keinen Sinn. Nachdem die Tüten fertig und alle Briefumschläge zu waren, begannen die beiden Blumenerde in Beutel zu füllen. Die Ordnung auf dem Tisch verwandelte sich in eine große Unordnung. Ich traute meinen Augen nicht! Da standen die beiden doch auf und ich dachte zunächst: jetzt verteilen die auch noch ihre Unordnung auf den anderen Tischen! Falsch, die ganze Sache bekam System. Die kleinen Papiertüten wurden mit einem Blumentopf, einem Beutel Erde, einem Umschlag mit Blumensamen, einem Brief und einem Spruch gefüllt. Den Spruch fand ich toll. 

Ich trage ihn euch mal vor:

Nicht alles ist abgesagt….

Sonne ist nicht abgesagt. 

Frühling ist nicht abgesagt.

Beziehungen sind nicht abgesagt. 

Liebe ist nicht abgesagt.

Lesen ist nicht abgesagt. 

Musik ist nicht abgesagt.

Fantasie ist nicht abgesagt. 

Freundlichkeit ist nicht abgesagt.

Zuwendung ist nicht abgesagt. 

Gespräche sind nicht abgesagt.

Hoffnung ist nicht abgesagt. 

Beten ist nicht abgesagt.

 Toll! Toll! Toll!

 

Meine Güte, die beiden packten 70 Tüten und hatten ihren Spaß dabei. 

Nachdem sie fertig waren, fiel wieder dieser Satz: „Tür zu, ich komme!“ 

Wie soll das gehen? „Tür zu, ich komme!“ 

Wollen die vor die Tür laufen? Das hat doch keinen Sinn. Eher ne Beule!

Bald fiel bei mir aber der Groschen. Corona! Es wird ja darum gebeten, möglichst wenig vor die Tür zu gehen. Sasa und Marion wollten  einigen Menschen aus der Gemeinde, den Frühling ins Haus bringen, weil sie ja nicht nach draußen gehen dürfen. Oh, wie schön! 

Sie packten alle Tüten in zwei große Körbe, räumten ihren Kurmel auf und wollten los. Marion blieb noch bei mir stehen, kniff mir in die Nase und meinte: „So, mein Guter, jetzt bin ich erstmal unterwegs, aber später hole ich dich ab und dann kommst du mit zu mir nach Hause!“ Das hörte ich gerne und mir schoß direkt in den Kopf: Vielleicht erzählt sie mir ja dann, wie die Aktion gelaufen ist. 

Und wenn ich Glück habe, dann darf ich wieder in ihrem Sessel im Arbeitszimmer sitzen. Sobald ich etwas über die Aktion erfahre, melde ich mich wieder.

Bleibt gesund!

Euer KovoHo

 

Geschichten vom Honsberg

Alle paar Tage gibt es hier eine neue Geschichte über Ko vo Ho
von Marion Kruse

Ich habe mir schon lange gedacht: So geht das einfach nicht weiter. Ich möchte nicht nur in meinem Schaukelstuhl, oder wie zur Zeit, im Regal in der Mäusebande sitzen, sondern, ich möchte etwas erleben. Vor vielen Jahren zog ich namenslos ins Honsberger Gemeindehaus. Die Gemeinde überlegte lange, welchen Namen ich bekommen könnte. Eines Tages fiel die Entscheidung. Ich bekam den Namen KovoHo. Jetzt denkst Du sicher: was für ein komischer Name! Sieht zunächst auch so aus, aber so komisch ist mein Name gar nicht. Ko vo Ho bedeutet nämlich: Kommt vom Honsberg!

Inzwischen habe ich aber ein neues zu Hause. Nein, ich habe sogar 2 zu Hause. Da staunst Du! Oder? Nachdem unser Gemeindehaus abgerissen wurde, bin ich ins Augustinushaus Kremenholl gezogen, dann in die Mäusebande und dann zurück zum Honsberg in den „neuen Lindenhof“. Dort saß ich lange gemütlich im Büro in meinem Schaukelstuhl. Bis 2017, da zog ich wieder in die Mäusebande, weil Martin angeschafft wurde und er nicht alleine sein sollte. 

Jetzt bin ich wieder zurück in den „neuen Lindenhof“ gezogen und sitze wieder in meinem Schaukelstuhl. Das ist manchmal etwas langweilig. 

Bis folgendes passierte.

Die Tür zum Büro ging auf und Marion kam rein. Sie flitzte nicht direkt wieder los, wie in den letzten Monaten, sondern setze sich zu mir. Schaute mich lange an und meinte dann: 

„Du armer Kerl. Dir muss ja so richtig

langweilig sein. Den ganzen Tag sitzt du im Schaukelstuhl und das ganz alleine.“

Sie nahm mich aus dem Schaukelstuhl, setzte mich auf ihren Schoß. Stille! Plötzlich sagte sie, ich habe mich richtig erschrocken: „Ich habe eine Idee! Ich werde dir unsere Gemeinde zeigen und dich ab heute oft mitnehmen, damit du mal was erlebst!“

Klasse Idee! Ich habe mich richtig gefreut! Und wisst Ihr was? Nächste Woche geht es los und ich bin jetzt schon gespannt. Bis dahin werde ich gemütlich in meinem Schaukelstuhl sitzen und gespannt darauf warten, was ich zu sehen bekomme.

Ich sage mal: Bis nächste Woche!

Euer KovoHo

Gesprächskreis 

"Glaube, Bibel, Bekenntnis"

14-tägig treffen wir uns zum offenen Gespräch über Gott und die Welt, Himmel und Erde!

Jeweils von 19.45-21.15 Uhr im Johannes-Schmiesing-Haus Büchelstr. 47a

Nächste Termine:   

  

  

30.04.; 21.05.

Angebote für Männer: 

Männersache!

Für Männer haben wir so zahlreiche Angebote, dass es dafür sogar eine eigene Homepage gibt. Der Link dorthin ist hier:

Seniorinnen- und 

Seniorenfrühstück

 14 tägig dienstags 9.30-11, 

Johannes-Schmiesing-Haus , Büchelstr. 47a

- Gemeinsames Frühstück, kurze Andacht und ein kleines Programm mit wechselnden Themen.


Nächste Termine: 

  

  

12.03.; 26.03.; 09.04.; 23.04.; 07.05.; 21.05.